Parforcehorn-Ensemble eröffnete den Bauernmarkt

Den 14. Mudauer Bauernmarkt am 20. Oktober eröffneten die Parforcehorn-Bläser unseres Vereins bei strahlendem Sonnenschein mit einigen Musikstücken.

Hubertusmesse in Hardheim

Eine Hubertusmesse gestaltete das Odenwälder Parforcehorn-Ensemble am 3. November in der Kirche St. Alban in Hardheim.

Pfarrer Rapp war sehr beeindruckt und freute sich über die Bläser aus seiner ehemaligen Gemeinde.

Foto: Torsten Englert

Mai- und Waldandacht am 31.05.2015 in der Kapelle Maria Frieden in Schloßau

Anlässlich des 1jährigen Bestehens hat das Ensemble zur Ehre der Muttergottes und des Schöpfers eine Marien- und Waldandacht musikalisch umrahmt. Die Kapelle Maria Frieden in Schloßau ist eine ideale Stätte dafür. Am Waldrand gelegen und eingebettet in die wunderbare Natur bietet sie für den Klang der Parforcehörner optimale Voraussetzungen.

Die Andacht wurde mit den Stücken Morgengruß (von Reinhold Stief) und Walderwachen (Anton Wunderer) eröffnet. Reinhold Stief, aus Ladenburg stammend, hat in Deutschland mit seinen Werken die Jagdmusik wesentlich geprägt. Das Stück Walderwachen entstammt der Feder des Wiener Hornisten und Dirigenten der Wiener Hofoper, Anton Wunderer. Die österreichische und alpenländische Klangrichtung sowie die jagdliche Parforcehornkompositionen sind Gegenstand der intensiven Probearbeit der Musiker. Jedes neu entdeckte Stück hat faszinierende Elemente. Auf diese Weise eingestimmt beginnen die Schloßauer Frauen mit den Gebeten zu den Stationen der Marien-Andacht.  Im Verlauf der Andacht werden von den Bläsern Stücke aus der Stief`schen und österreichischen Hubertusmesse aufgeführt, Kyrie, Gloria und Sanctus. Am Ende der Marienandacht die österreichischen Kompositionen Jägergebet (Hans Wagner) und das Jägers Lebewohl (Anton Wunterer). Das Ensemble ließ sich dann nicht die Gelegenheit entgehen, zu zeigen, dass es auch ordentliche Märsche blasen kann. Neben dem Gamsschützen-Marsch von Hermann Maderthaner erklang zum Abschluss das Wanderliedchen (Anton Wunderer), welches die zahlreichen begeisterten Besucher der Andacht zum Nachhauseweg geleitete.

Das Ensemble hat sich zum Ziel gesetzt, das Repertoire gezielt auszubauen um die Einzigartigkeit dieser Musikrichtung an den passenden Stellen als Innovation einzubringen.

 

Auftritt unseres Ensembles bei der Odenwälder Schleppjagd am 12. September 2015 vor dem Schloss in Hainstadt

Foto: Roger Schöpf

 

 

Gelungener Auftritt bei Musikparade

Einen viel beachteten Auftritt hatte unser Parforcehorn-Ensemble anlässlich der Eröffnung der Musikparade des Musikvereins Mudau.

Zitat aus RNZ: (lm) "Abgelöst wurde der Nachwuchs durch das VöG-Parforcehornbläser-Ensemble Odenwald unter Leitung von Dr. Edmund Link, das mit seinem musikalischen Kontrastprogramm trotz relativ jungen Bestehens schon jetzt große Beachtung in der Blasmusikszene genießt".

 Odenwälder Parforcehorn-Ensemble

Das Parforcehorn-Ensemble wurde  im Jahr 2014 unter dem Dach des Vereins Örtliche Geschichte Schloßau/Waldauerbach e.V.  gegründet mit dem Ziel, in der Region dieses besondere musikalische Brauchtum zu erhalten und zu fördern.

Die Parforcehörner sind Naturhörner und eine Vorstufe in der Entwicklung zu den Waldhörnern mit Ventilen. Die Töne werden mit einer kontrollierten Spannung der Lippen erzeugt, was für die Bläser eine echte Herausforderung darstellt. Historisch gesehen wurde diese Art von Musikinstrument vorwiegend im jagdlichen Umfeld eingesetzt, hier bei Reiterjagden als Signalinstrument. Zunehmend fand das Parforcehorn im konzertanten Umfeld Eingang. Dies ist auch die Zielsetzung der inzwischen 9 Bläser des Ensembles aus der Schloßau/Waldauerbach, Mudau, Mörschenhardt, Preunschen, Steinbach, Hainstadt und Hornbach.

Alle Bläser haben blasmusikalische Ausbildung und Musikererfahrung. Ganz stolz ist das Ensemble auf die zwei  jungen Bläser. Beide sind auch in der Musikschule Buchen  in Ausbildung.

Das erste gemeinsame musikalische Jahr war eine Zeit der Entdeckung und Begeisterung. Zuerst wurden zahlreiche  für Parforcehörner im Besonderen geschriebene jagdliche Stücke bearbeitet, dann die sehr wohlklingende und  vorwiegend österreichische wienerische Hornmusik entdeckt. Zahlreiche Stücke befinden sich  im Repertoire, welche aus der Welt des berühmten Wiener Waldhornvereins entstammen.

Auch lyrisch, liedhafte Kompositionen und Klänge der Alphörner aus Schweizer Regionen sind fester Bestandteil des Repertoires.

Das Parforcehornensemble möchte die Zuhörer mit dem einzigartigen chorischen Klang begeistern. Ideen für eigene Kompositionen sind bereits vorhanden, so dass die Tradition dieser Musiken möglichst bald wieder neue Impulse aus der Region des hiesigen Odenwaldes erhält.

Leitung: Dr. Edmund Link

Vorsitzender Verein Örtliche Geschichte Schloßau/Waldauerbach e.V.


 Das Ensemble bedankt sich bei seinen Förderern:

Joachim und Susanne Schulz Stiftung, Bürgerstiftung Mudau, Gemeinde Mudau,  Verein Örtliche Geschichte und weitere Spender.

 

Besondere Musikprobe in Mörschenhardt

(lm) In Ermangelung eines Proberaums, aufgrund der Corona-Misere sowie der Ferienzeit geschuldet sucht das Odenwälder Parforcehorn-Ensemble seit Monaten immer wieder Plätze in der freien Natur für seine Proben, damit die Instrumente und auch die Lungen der Musiker nicht „einrosten“. Außerdem ist nicht nur Dr. Edmund Link als Leiter dieses Ensembles, das sich auch an Alphörnern trainiert, der Meinung, dass es gerade für diese Instrumente – natürlich bei passender Witterung – keinen besseren Platz als die Natur im Odenwald geben kann. Der gleichen Meinung war auch Jagdpächter Walter Jägle, der die Bläser zu seinem idyllischen Jagdhaus nach Mörschenhardt zur ihrer Probestunde einlud. Und zeitweise leistete er den Bläsern mit seinem Jagdhorn sogar Gesellschaft. Wie Dr. Link ausführte, hätte der Gastgeber kein besseres Wetter für diesen Sommerabend bestellen können. Eingehüllt in den Duft frisch vorbereiteter Felder und in die Geräusche einiger Traktoren, umfasste das Repertoire der Bläser typische jagdliche Fanfaren aus der alpenländischen Welt wie die „Eröffnungsfanfare“ (H. Maderthaner) , „Point du jour“ (W. Bruns) , „Fürstengruß“ (R. Stief). Mit dem aus den Schweizer Alpen stammenden Stück „Usem Bärnbiet“ (H.-J. Sommer) gelang es in lyrisch, liedhafter Form, die wunderbare Landschaft rund um das Jagdhaus in Szene zu setzen. Mit dem Gamsschützen-Marsch (H. Maderthaner) und Bärenjäger-Marsch (J. Schantl) kam so richtig jagdliche Stimmung auf. Mit getragenen Stücken wie Wald-Echo (K. Stiegler), Jägers Lebewohl (A. Wunderer) und schließlich dem Kyrie (H. Maderthaner) aus der Hubertusmesse endete die konzertante Probe der Bläser unter freiem Himmel in Mörschenhardt. Der Abend klang in geselliger Runde aus. Für alle bleibt es ein unvergessliches Event. Die Bläser wurden durch Walter Jägle erneut motiviert, das besondere Kulturgut in dieser schwierigen Corona-Zeit bestmöglich zu erhalten.

Text und Bilder: Liane Merkle