Trainieren und Gutes tun

Triathlet Christian Trunk und sein Bruder Andre als Fahrradkuriere in sechs Pflegeheimen

(mami) Aufgrund der Coronakrise steht die komplette Sportwelt still. Das große Thema ist für die meisten der Profifußball und die Frage, ob die Bundesliga noch dieses Jahr unter Ausschluss der Zuschauer fortgesetzt wird. Daneben leiden aber auch alle anderen Sportarten und Sportler unter der Stillstand-Situation. So auch der aus Schloßau stammende Triathlet Christian Trunk. "Ich denke nicht, dass dieses Jahr noch irgendetwas in meinem Sport stattfinden wird", sagt er. Letztes Jahr wurde er noch Siebter bei der Weltmeisterschaft in Nizza und wollte in diesem Jahr erneut angreifen – bevor ihm Corona, wie allen anderen auch, einen Strich durch die Rechnung machte.

Der Lehramtsstudent befand sich Ende März noch im Trainingslager in Spanien und fühlte sich top vorbereitet für die Saison. "Kurz danach kam der Lockdown", hadert er. Die größte Problematik sieht er darin, "dass ich als Triathlet eher kurzfristige Ziele habe, weil ich mich immer gezielt auf den nächsten Wettkampf vorbereite. Da aber vermutlich dieses Jahr nichts mehr stattfinden wird, gilt meine Vorbereitung jetzt schon dem nächsten Jahr, was für mich gefühlt noch ewig ist."

Sein Bruder André ergänzt, dass Christian nach dem Lockdown "in ein kleines Loch" gefallen sei, bei dem er das Rad auch schon mal gegen Chips getauscht habe. Doch dieses Loch hielt nicht lange an, denn kurz darauf habe Christian ihn angerufen und ihm von einer neuen Idee erzählt.

"Ich war ein paar Kilometer auf dem Fahrrad unterwegs und kam dabei an einem Pflegeheim vorbei an dem Dankes-Plakate für die Pflegerinnen und Pfleger hingen", erklärt Christian. Die besten Ideen habe er immer auf dem Rad, weil er da den Kopf komplett frei bekomme und so entstand auch der Plan, dass auch er etwas Gutes tun wollte. André erzählt: "Er hat mich angerufen und gefragt, was ich davon halte, wenn wir seine Sponsoren und noch ein paar andere Firmen anfragen, ob sie kleine Geschenke spenden würden, die er dann an Pflegeheime in der Region verteilt, um den Pflegekräften eine kleine Freude zu machen, aber auch um ihnen auf diese Weise für ihre Arbeit zu danken." Daraufhin klemmte er sich direkt ans Telefon und machte sich daran, den Sponsoren von ihrer Idee zu erzählen.

Natürlich wollten sich die beiden nicht einfach ins Auto setzen und durch die Gegend fahren. Christians Idee war die ganze Strecke, wie es sich für einen Spitzensportler gehört, mit dem Fahrrad zurücklegen – eine Art Fahrradkurier also. "Ich wollte zusätzlich noch das gute Wetter ausnutzen und konnte auch noch mein Training damit verbinden, etwas Gutes zu tun", erklärt er.

Auch die Sponsoren waren begeistert von der Idee der Brüder und deshalb gingen sie letzte Woche am Mittwoch mit 500 Packungen Müsli, 600 Packungen Gummibärchen, 20 Kisten alkoholfreiem Bier und vielem mehr auf ihre Tour. "Die Sponsoren haben echt nicht gegeizt. Wir hatten Geschenke im Wert von knapp 10.000 Euro dabei", freuten sie sich.

Los ging es in Buchen, von wo aus das erste Ziel das Pflegeheim in Waldhausen war. "Dazu haben wir eine persönliche Beziehung, weil unser Opa vor einiger Zeit in diesem Pflegeheim war." Danach ging es weiter nach Mudau und nach Steinbach, bevor in Buchen das Begleitfahrzeug wieder mit Geschenken aufgefüllt werden musste. Nächster Halt war das Pflegeheim in Amorbach von wo aus noch die Pflegeheime in Walldürn und zum Schluss in Hardheim angesteuert wurden. Insgesamt legten die Brüder an diesem Tag knapp 95 Kilometer zurück und besuchten sechs Pflegeeinrichtungen. Aber am wichtigsten für die beiden: "Wir rechnen mit knapp 400 Pflegerinnen und Pflegern, denen wir mit unserer Aktion hoffentlich eine kleine Freude und ein Lächeln aufs Gesicht zaubern konnten."

Christian Trunk (2.v.r.) und sein Bruder Andre (r.) sammelten Spenden für das Pflegepersonal in sechs Heimen und betätigten sich dabei als Fahrradkuriere. Foto: mami

Quelle: RNZ, 29.04.2020

 

Als die Schneeschaufler im Einsatz waren

Thomas Müller erzählt von längst vergangenen Wintern aus Dörfern, die heute zu Mudau gehören

Wenn es heutzutage – was doch eher selten vorkommt – einmal richtig schneit, sind die Straßen meist schnell geräumt. Wie aber sah das früher in den abgelegenen Dörfern aus? Wie sind die Menschen mit den Schneemassen umgegangen? RNZ-Leser Thomas Müller aus Mudau hat dazu recherchiert und erinnert an längst vergangene Winter in Schloßau und Waldauerbach – Dörfer, die heute zu Mudau gehören. Wurden die Menschen damals früh morgens von der weißen Pracht überrascht, hatten sie zu allererst einmal die „Ruhe weg“ und blieben zu Hause. Niemand störte sich daran, denn die meisten Menschen arbeiteten ohnehin in der Landwirtschaft, die nach dem Einbringen der Wintervorräte bereits seit Wochen ruhte. Für die Bauern kam ein Schneechaos sogar gerade recht, denn jetzt war Zeit für all die Arbeiten, die über das Jahr liegen geblieben waren und für den Winter aufgespart wurden. Musste man tatsächlich zu einem anderen Ziel, harrte man aus, bis das Schneetreiben dies irgendwie zuließ. Mit der besser werdenden Organisation innerhalb der Dörfer musste allerdings auch hierfür eine Lösung her. So wurden dorf-intern Schneeräumaktionen auf den wenigen Straßen und Handelswegen organisiert. Hierzu wurden seitens der Gemeinden Bürger verpflichtet. Sobald der Schneefall es zuließ, schaufelten diese die Wege in den Dörfern frei. Den Schneeschauflern war hier zuvor ein Streckenabschnitt zugeteilt worden. Waren die Schneemassen allerdings zu stark, dann musste „geschanzt“ werden. Der Schnee wurde dann in mehreren Etappen aufgeschichtet. Diese Fronarbeiten im Dienste der Allgemeinheit waren Pflicht. Jahre später erhielten die Schneeschaufler für ihre Tätigkeit einen geringen Lohn. Mit der aufkommenden Industrialisierung stiegen auch die Ansprüche bezüglich geräumter Straßen für den steigenden Warenverkehr. Es kamen die ersten Schneeräumgeräte, die sogenannten Bahnschlitten auf. Hierbei handelte es sich um einfache Holzgestelle in dreieckiger Form, die mit Eisen verstärkt waren und durch herausklappbare Seitenteile verbreitert werden konnten. Je nach Schneemenge wurden sie bei Winterbeginn, bei Pulverschnee und geringen Schneemassen breiter ausgefahren und später im Winter und großen Schneemassen enger eingestellt, bis sie in Extremfällen schließlich nur noch eine schmale Furt hinterließen. Für Streckenabschnitte zwischen den Dörfern wurden mit dem steigenden Warenverkehr von den Gemeinden Straßenwärter eingestellt, die damit beauftragt waren, ihren Abschnitt zu jeder Jahreszeit, gegen Entlohnung, in Ordnung zu halten. Im Winter war dies allerdings gerade bei großen Schneemassen und Schneeverwehungen auch für diese äußerst schwierig. Hier war dann zusätzlich der Bahnschlitten unterwegs, und bei Schwierigkeiten kamen dann noch die Schneeschaufler hinzu, um die Verbindung zu den anderen Dörfern irgendwie herzustellen. Was allerdings immer noch fehlte, waren Streugeräte, um die geräumten Wege von festgefahrenem Schnee oder Eis zu befreien. Noch Mitte der 1950er Jahre gab es im heutigen Neckar-Odenwald-Kreis kein Streugerät. Bei den ersten Streugeräten musste das Streugut immer noch von der Ladefläche in einen Trichter geschaufelt werden, wobei dieses dann auf dem Streuteller landete und relativ ungleichmäßig verteilt wurde. Automatisch arbeitende Schneckenförderer auf der Ladefläche wurden erst später entwickelt. Schließlich war es auch möglich, den Sand oder Kies mit motorbetriebenen Fahrzeugen, den ersten Unimogs, mitzuführen. Das Streugut musste allerdings zuvor vom Straßenwärter mit der Schaufel aufgeladen werden. Eines war jedoch sicher, sofern das Streumittel schon beim Beladen gefroren war, fiel der Streudienst aus, ansonsten war es Knochenarbeit. Das Streugut wurde dann von der Ladefläche, ebenfalls mit der Schaufel, auf den glatten Straßenabschnitten verteilt. Dies war zudem gefährlich, denn es bestand immer das Risiko, vom Unimog zu fallen oder sich mit durchgeschwitzter Kleidung eine Erkältung einzufangen. Für die Kinder hingegen waren Schnee, Eis und Glätte eine wahre Freude. Auf Straßen mit Hanglage entstanden echte Schneepisten. In Schloßau waren hierzu der Weißebuckel und der Münkelsbuckel prädestiniert. In Mörschenhardt war der Spethsbuckel steil genug für das Treiben der Kleinen. Die Anwohner hatten danach allerdings das Problem einer Eisdecke vor der Haustür. Sie schimpften nicht selten mit den Kindern über das Glatteis, und wenn die Streitigkeiten besonders heftig wurden, haben ältere Buben nachts auch noch mit Wasser nachgeholfen, denn dann ging am nächsten Tag erst recht die Post ab.

oberes Bild: Schneeschanzen im Mörschenhardter Kapellenweg in den 50er Jahren

unteres Bild:  Dieter und Thomas Müller auf verschneiten Straße im Extremwinter 1969 in Schloßau

Eine ausführlichere Variante dieses Textes findet sich hier (Teil 1), bzw. hier (Teil 2).

Siegfried Brenneis Coach der Vize-Weltmeister

(lm) Er ist Bäcker aus Leidenschaft, gilt als „Vollblutmehliger“ und ist dem Brotteig verschrieben wie kaum ein Anderer. Die Rede ist von Siegfried Brenneis, der sich nicht nur als Schloßauer Urgestein, Ambassadeur du Pain (Botschafter des Brotes) und Geschäftsführer der örtlichen alteingesessenen Bäckerei Münkel/Burkhard bezeichnen darf, sondern seit einigen Tagen nun auch offiziell den Titel eines Vizeweltmeister-Coaches der Deutschen Bäcker-Nationalmannschaft tragen darf. Der mehrfach mit nationalen und auch internationalen Preisen und Anerkennungen ausgezeichnete Bäckermeister sitzt zudem als Jury-Mitglied in mehreren Gremien und engagiert sich als Mitglied des Landesfachausschusses in Baden-Württemberg für die Ausbildung von Bäckerlehrlingen. Nun reiste er nach vielen Monaten Vorbereitung mit Nicole und Patrick Mittmann, die 2018 auf der iba gemeinsam die 4. Deutsche Meisterschaft der Bäckermeister gewonnen und sich damit für die Weltmeisterschaft qualifiziert hatten, als Coach dieses Nationalteams zur Fachmesse nach Rimini in Italien. Hierbei mussten die 8 Teams aus aller Welt im internationalen Backwettbewerb „Bread in the City“ verschiedene Gebäckkategorien backen und präsentieren. Neben diversen Broten, süßen Gebäcken, Snacks und einem gebackenen Schaustück waren in Italien natürlich auch Pizza und Ciabatta gefordert. Unterstützt durch Coach Siegfried Brenneis überzeugte die Deutsche Nationalmannschaft die internationale Jury in Italien mit einem hohen fachlichen Niveau und kreativen Ideen. So u.a. mit einem besonders schmackhaften Bierbrot in kreativem Design; einem Brot in den deutschen Nationalfarben (mit Sepia, Rote Beete und Kurkuma gefärbt), Milchbrötchen mit Birne-Gurke-Chutney und Rote Beete Sprossen sowie einer Pizza mit Sauerrahm, Schwarzwälder Schinken und blauen Kartoffeln aus dem eigenen Garten. Die Leistungen des deutschen Teams um Siegfried Brenneis wurde am Ende mit dem 2. Platz belohnt, welcher mit einem Preisgeld von 1.500 Euro dotiert war. Der 1. Platz ging an die Mannschaft aus den Niederlanden und den 3. Platz sicherten sich die beiden Bäcker aus Japan. Siegfried Brenneis war bereits vor ca. 10 Jahren als ehemaliger Kapitän der Deutschen Bäckernationalmannschaft in Italien erfolgreich und hatte sich sowohl als Weltmeister als auch als Vizeweltmeister qualifizieren können. Zusammen mit den beiden jungen Bäckermeistern und amtierenden Deutschen Meistern aus Jettingen hatte der „Back-Junkie“ für den jüngsten Wettbewerb rd. 5.000 Kilometer und zusätzlich jede Menge Zeit beim Üben investiert. Wie uns der Vizeweltmeister weiter mitteilte, zeigte das im Wettbewerb geforderte Schaustück, bei dem vor allem der künstlerische Gesamteindruck und die saubere Kreativität zählt, das Münchner Oktoberfest und für die 16 verschiedenen Gebäcke standen lediglich acht Stunden Zeit zur Verfügung.

 

Quelle: mudau.de, 30.01.2020

 Wilhelm Trunk

Mit dem Namen Wilhelm Trunk verbinden wir Schloßauer in erster Linie unser Heimatgedicht „Schloßau“. Doch hat dieser Odenwälder Dichter viele andere schöne, einfühlsame und ausdrucksstarke Gedichte geschrieben, nicht nur über seine Heimat und das damalige bäuerliche Leben, sondern – vor allem in seiner späteren Schaffenszeit – auch über Kriegserlebnisse und andere weltpolitische Ereignisse seiner Zeit.

Geboren wurde Wilhelm Trunk am 26.10.1907 als 2. Sohn eines Landwirts in Unterscheidental. Da er schon im Alter von zwei Jahren seinen Vater verlor, war seine Kindheit und Jugend – noch mehr als damals sowieso üblich – durch Mitarbeit in der Landwirtschaft, durch das harte, aber naturverbundene, bäuerliche Leben geprägt. Er besuchte von 1914 – 1922 die Volksschule in Unterscheidental und arbeitete danach in der elterlichen Landwirtschaft, für die jetzt sein älterer Bruder verantwortlich war.

In seinen Gedichten beschreibt er eindrucksvoll die mühevolle Arbeit eines Bauern im Odenwald, dabei sinnt er fast ehrfürchtig über das Geschehen in der Natur, über ihren Schöpfer oder den Sinn des Lebens. Und behält dabei immer einen Blick für das Kleine, z.B. einen Käfer, eine Glockenblume, eine Margarite oder einen Schmetterling.

Wie für viele andere veränderte sich mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs schlagartig das Leben von Wilhelm Trunk. Er wurde eingezogen und musste als Soldat in Deutschland, Rumänien und Italien fünf grausame Kriegsjahre durchstehen, bevor er gegen Kriegsende in französische Gefangenschaft geriet, die nach zwei Jahren mit dem 2. Fluchtversuch zu Ende ging.

In seinen Gedichten beschreibt er nachdrücklich seine Erlebnisse und Gefühle und klagt die Verantwortlichen dieser unmenschlichen und sinnlosen Kriege an.

Zurück in der Heimat heiratete er bald (1953) seine Frau Irmgard und zog ein Jahr später nach Krumbach, wo er in einer holzverarbeitenden Fabrik Arbeit fand, bevor er bald darauf beim Landratsamt Mosbach angestellt wurde. Er starb 1986 in Krumbach.

Das Schreiben ließ ihn bis zuletzt nicht los. Schon vor dem Krieg erschienen erste Gedichte in
Zeitungen und Zeitschriften. Nach seiner Rückkehr aus Frankreich veröffentlichte er 1948 seinen ersten Gedichtband "Ähren im Wind", dem 1966 "Bilder und Früchte" und 1982 "Ein Leben lang" folgten. Als Heimatdichter, Bauerndichter oder Odenwald-Dichter wurde er schon zu Lebzeiten bezeichnet. Dies mag alles richtig sein, wird aber seinem Schaffen doch nicht ganz gerecht, da er – vor allem in späteren Jahren – zunehmend das Zeit- und Weltgeschehen mit einbezog.

Seine Hommage an den Odenwald „Im Odenwald da hinten“ wurde von Professor Niedermayer vertont, 1956 vom Männergesangverein „Sängerbund 1871 Limbach“ uraufgeführt und dann als „Odenwaldlied“ bekannt.

Nicht nur im Männergesangverein, in dem er mitwirkte und für den er eigens Gedichte und Lieder schuf, auch sonst schrieb er immer wieder für besondere Anlässe in der Gemeinde und der Region Gedichte, so z.B. zum 25-jährigen Priesterjubiläum von Pfarrer Rudolf Frühling in Krumbach oder zum 30-jährigen Jubiläum der Christ-König-Kirche in Krumbach im November 1985.

 

Eine Auswahl seiner Gedichte:

aus: Bilder und Früchte, Selbstverlag, Krumbach 1966

aus: Ein Leben lang, Verlag Laub, Elztal-Dallau 1982

Besondere Gedichte

Quellen:

Wilhelm Trunk, Bilder und Früchte, Selbstverlag, Krumbach 1966

Wilhelm Trunk, Ein Leben lang, Verlag Laub, Elztal-Dallau, 1982

Hilde Mursa, Wilhelm Trunk - ein Dichter aus dem Odenwald in "Unser Land" 2001

Klassentreffen im Berchtesgadener Land

Ein Klassentreffen der besonderen Art erfuhr der Jahrgang 1953 aus Schloßau. Auf Einladung des ehemaligen Mitschülers Peter Götz verbrachte man drei wundervolle Tage im Berchtesgadener Land, wo Peter Götz inzwischen mehr als heimisch geworden ist.
Schon die Anreise, organisiert von Heinz Czerny, mit der Deutschen Bahn am vergangenen Samstag über München und Rosenheim war ebenso wie die von Götz arrangierte, sehr lehrreiche Brauereibesichtigung ein besonderes Erlebnis. Den Abend verbrachte man dann im Hause des Schulkameraden, wo man gemütlich beisammen saß und Neuigkeiten, aber auch zahlreiche Erinnerungen aus der Schul- und Jugendzeit austauschte.
Ebenso interessant und lehrreich war dann am Sonntag der Besuch im „Haus der Berge“ und die Einfahrt in das Salzbergwerk Berchtesgaden, sowie die anschließende Stippvisite nach Österreich, verbunden mit einem Besuch des „Hangar 7“, einer Sammlung historischer Flugzeuge, Helikopter und Formel-1-Rennwagen am Salzburg Airport.
Am Montag hieß es dann – nach einem Bummel durch die Salzburger Altstadt – wieder Abschied zu nehmen von Peter Götz, nicht ohne ein herzliches Dankeschön und dem gegenseitigen Versprechen eines baldigen Wiedersehens. Ein gleiches Dankeschön gilt Heinz Czerny für die tolle Organisation.

Quelle: mudau.de, 30.10.2018

Großzügige Spende des Ortsvorstehers

(lm) Ortsvorsteher Herbert Münkel ist mit Leib und Seele Schloßauer. Und weil ihm an seinem Heimatort viel mehr liegt als an Hunderten von Flaschen Wein, hatte er seine Gäste anlässlich seines 70. Geburtstag um kleine Geldspenden zugunsten des örtlichen Kindergartens und der örtlichen Grundschule gebeten. Vom Ergebnis und der enormen Großzügigkeit seiner Gäste war er selbst wohl am meisten überrascht, denn nachdem er den Betrag auch noch um seinen „Steuervorteil“ aufgestockt hatte, konnte der Bäckermeister dieser Tage im Beisein von Margot Trabold (Kindergartengeschäftsführerin der Verrechnungsstelle) an den Förderverein der Grundschule Schloßau und an den Kindergarten die stolzen Beträge von jeweils 4.200 Euro übergeben. Es versteht sich von selbst, dass der Jubel an beiden Stellen so groß war wie der Dank von Pfarrer Klaus Vornberger und Rektor Markus Wellm mit ihren Teams. Unser Foto zeigt Herbert Münkel (Mitte) zusammen mit Rektor Markus Wellm und Petra Grimm als Schatzmeisterin des Fördervereins (links) sowie Kindergartenleiterin Marina Reer und Elternbeiratsvorsitzende Sabrina Schwab (rechts) mit Pfarrer Klaus Vornberger, Pfarrgemeinderatsvorsitzendem Anton Fleischmann und Stv. Dieter Müller (hintere Reihe) bei der Übergabe.

Quelle: mudau.de, 13.07.2018

Für seine Snack-Kreationen mit dem dritten Platz belohnt

Bäckermeister Siegfried Brenneis wurde mit dem "Heinrichsthaler Käsebrötchen-Award" ausgezeichnet - Bundesweiter Wettbewerb

Beim bundesweiten Wettbewerb um den "Heinrichsthaler Käsebrötchen-Award 2018", einem der renommiertesten Preise im Bäckerhandwerk, begeisterte Bäckermeister Siegfried Brenneis (Bäckerei Münkel/Burkhardt) aus Schloßau die Fachjury mit seinen Käse-Snackkreationen auf Basis von Rotwein-Käse-Minibrötchen aus Urgetreide. Mit seinen Snack-Ideen "Heinrichsthaler Käse-Rotwein-Miniburger" und "Heinrichsthaler Rotwein-Käse-Brötchenspieß" wurde der Odenwälder Bäckermeister dritter Sieger im Wettbewerb und mit einem "Heinrichsthaler Käsebrötchen-Award 2018" ausgezeichnet.

Die Käse-Snackgebäcke mit Urgetreide und verschiedenen Käsesorten präsentierten sich optisch wie geschmacklich auf höchstem Niveau.

Die Idee des in vielen nationalen und internationalen Wettbewerben erfolgreichen Bäckermeisters aus Schloßau: wertvolles Urgetreide fördert nicht nur den physiologischen Nährwert der Gebäcke, sondern entspricht auch dem Trend der Verbraucher nach hochwertigen Nahrungsmitteln aus besten Rohstoffen. Gleichzeitig erfüllen die von Siegfried Brenneis erdachten Käse-Snack-Gebäcke die Vorgaben für einen weiteren Konsumententrend. Sie sind von hoher Qualität und vegetarisch zugleich. Beste Voraussetzungen für genussvolle Snacks und Verkaufserfolge.

Zum prämierte "Heinrichsthaler Rotwein-Käse-Brötchenspieß": Im Brötchenteig sorgen Rotwein, Gouda und die Urgetreidesorten Waldstaudenroggen, Dinkel, Rotkorn und Grünkern für ein besonderes Genusserlebnis. Die Oberflächen der Minibrötchen zeigen Krustenoptiken mit Ameranth-Dekor, urig-rustikaler Rosenform, glänzende Krusten mit Käsestücken und mit Reibekäse, Paprika und Chili veredelter Varianten. Auf einen Spieß gesteckt präsentieren sich vier Rotwein-Käse-Brötchen als in Optik und Geschmack perfekter Snack- und Brötchengenuss für die Grill- und Partysaison. Für den "Heinrichsthaler Käse-Rotwein-Miniburger" werden die Rotwein-Käse-Brötchen aufgeschnitten und mit Streichzart dünn bestrichen und mit einem warmen Grünkernküchlein aus der Pfanne belegt. Das genussvolle Finale bilden ein Scheibe Gouda, etwas Tomatenketchup sowie eine Tomaten- und Gurkenscheibe.

Uwe Richter, Vorsitzender der Fachjury, zu deren Urteil: "Mit Käse-Rotwein-Urgetreide-Brötchen als Minis auf einem Spieß und mit Rotwein-Käse-Miniburgern hat Bäckermeister Siegfried Brenneis sein Können und seine Kreativität als Rezeptdesigner unterstrichen. Es sind Käse-Snackkreationen, die den Wünschen der Verbraucher nach Snack-Gebäcken aus hochwertigen Rohstoffen entsprechen. Durch das Urgetreide wird die Wertigkeit der Gebäcke nochmals gesteigert."

Über 60 Käsebrötchen-Kreationen hatten Bäckereien aus ganz Deutschland eingereicht. Mit dem seit acht Jahren stattfindenden Wettbewerb um den Käsebrötchen-Award will die Radeberger Traditionskäserei Heinrichsthaler dazu beitragen, die Genussvielfalt an belegten Käsebrötchen und anderen Käse-Snackgebäcken weiter zu steigern.

 Quelle: RNZ vom 27.06.2018

Christian Trunk gewinnt Ironman St. Pölten

Damit für WM in Südafrika qualifiziert

(hof) Christian Trunk hat sich beim 70.3 Ironman St. Pölten in Österreich selbst für die Mühen der vergangenen Wochen und Monate belohnt und mit dem Sieg in der Altersklasse 25-29 der Amateure die Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Südafrika klar gemacht. Damit hat der aus Mudau stammende 24-jährige Triathlet, nach seinem Sieg vor zwei Wochen in Buchen, sein großes Saisonziel bereits erreicht. 

„Unterm Strich habe ich ganz sauber abgeliefert, nicht mehr und nicht weniger. Es war insgesamt ein solides Rennen. Für den Zeitpunkt des Jahres, gerade mit den Rückschlägen und Verletzungen in der Vorbereitung, habe ich mein Soll erfüllt“, resümiert er. So nah liegen Freud und Leid eines Leistungssportlers. Noch im vergangenen Jahr startete Trunk hochmotiviert, topvorbereitet und voll Erwartungen an sich selbst bei der WM in den USA und musste Lehrgeld zahlen, nun folgten die Siege in Buchen und St. Pölten. 

Beim ältesten 70.3 Ironman Europas erwischte Trunk einen soliden Start. Der Odenwälder startete gut ins Wasser und durchschwamm erfolgreich die 1,9km lange Strecke durch die beiden Seen. Wirklich zufrieden war er jedoch nicht. Denn wie erwartet ging Trunk mit rund drei Minuten Rückstand auf die Spitzengruppe an Land. Nach dem Wechsel aufs Rad, der Paradedisziplin des Studenten, lief es für Trunk dann deutlich besser. Der 24-Jährige gab gleich auf dem ersten von 90km an Vollgas und überholte viele Konkurrenten. Dennoch dauerte es rund 70 Kilometer, ehe er die Spitzengruppe des Rennens eingeholt hatte. Die Streckenführung am Ufer der Donau erwies sich dabei als herausfordernd, denn in der prallen Sonne verloren die Athleten viel Flüssigkeit und ließen zahlreiche Kraftreserven, bevor es auf den alles entscheidenden Halbmarathon-Abschnitt ging. 
Auf diesem musste Trunk sich einigen Krämpfen in Oberschenkel- und Gesäßmuskulatur erwehren, die ihn aufgrund der Aufholjagd auf dem Fahrrad plagten. Als Zweitplatzierter befand er sich aber in aussichtsreicher Position. Letztlich ließ sich der ins Ungleichgewicht geratene Flüssigkeitshaushalt regulieren und Trunk übernahm die Spitzenposition. Diese ließ sich der Odenwälder dann auch nicht mehr nehmen. Nach 4:21 Stunden überquerte Chrstian Trunk die Ziellinie – mit 18 Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten. 
Entsprechend zufrieden und glücklich war er dann auch mit dem Erreichten: „Nach einigen schweren Monaten ist der weitere Saisonverlauf und das große Saisonziel damit gesichert. Jetzt kann es weitergehen“, sagte Trunk in einem ersten Fazit. Auch wenn er die vielen Kilometer auf der Rennstrecke ganz alleine zurücklegen muss, so ist sich der Triathlet sehr wohl bewusst, dass es ohne die Unterstützung insbesondere seiner Sponsoren nicht für den Erfolg reicht. Daher dankte er in seinem offiziellen Statement nicht nur seinen Trainern und Betreuern, sondern auch den Mudauer Firmen Grimm Reisen, LeuBe Zeltlogistik sowie der hep capital AG, GVO Cateringkultur, Katja Schumacher Triathlonakademie und SP Services. Ohne deren Unterstützung ist es selbst im Amateurbereich nicht mehr möglich, erfolgreich zu sein, dankte Christian Trunk für die Hilfe. Allein die Reisekosten gehen weit über die finanziellen Verhältnisse eines Studenten hinaus.
In der kommenden Woche startet Christian Trunk beim BASF Triathlon Cup Rhein-Neckar in Mußbach auf der Sprintdistanz. Erst im Juli beginnt dann die Vorbereitung für die 70.3-WM in Port Elizabeth/Südafrika, die Anfang September ausgetragen wird. 

Quelle: mudau.de 31.05.2018