PIA BremstPIA Bremst 2

(LM) … sorgt seit kurzem in Schloßau mit ihrem gut sichtbaren Outfit für mehr Sicherheit am Kindergarten und an der Schule. Beide Institutionen liegen sehr nahe an der viel befahrenen Landesstraße zwischen Mudau und Schloßau und die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h scheint doch einige Autofahrer nicht so sehr zu interessieren. PIA Bremst wurde von ihrem Initiator Norbert Ziegeler so getauft, der diese lustigen, aber dennoch mahnenden, Figuren erstmals in Brandenburg gesehen hatte und gleich drei Stück von ihnen für Schloßau besorgt hat.

Die Bäckerei Münkel, die Bären-Apotheke Mudau und er selbst teilten sich die Anschaffungskosten zu je einem Drittel. Mit ihrem roten Warnfähnchen stehen jetzt drei Pia-Bremst-Varianten rechts und links der Landstraße beim Kindergarten und der Schule in Schloßau und signalisieren den Autofahrern: „Hey du, pass auf! Dies ist ein Kindergarten- und Schulweg und wir möchten nicht angefahren werden.“

Dankbar für diese gelungene Aktion sind neben Eltern und Kindern auch Rektor Markus Wellm und Kindergartenleiterin Marina Reer. Man setzt große Hoffnung auf „PIA Bremst“, vor allem darauf, dass sie ihrem Nachnamen alle Ehre macht!

Quelle: mudau.de, 21.06.2021

Wertvolles Wissen aufgefrischtDefibrillator Waldauerbach

Vor dem Sonntagsspaziergang quasi im Vorbeigehen die Kenntnisse in der Herzdruckmassage und den Umgang mit einem Defibrillator aufzufrischen – das war die Idee von Fachkrankenpfleger Norbert Ziegeler, der hierzu ein identisches Übungsgerät wie der öffentliche Defi in Waldauerbach besitzt. Das Wetter am 13. Juni war perfekt, und so waren auch viele Waldauerbacher von 15 – 16 Uhr unterwegs und machten vor der kleinen Station unter freiem Himmel im Eichfeld halt. Große Rollups mit Handlungsanweisungen bildeten den Hintergrund und davor drei Wiederbelebungsphantome, zwei Erwachsene und ein Junior, wie sie auch in jedem Erste-Hilfe-Kurs anzutreffen sind.

Man muss sich nur trauen, die Herzmassage durchzuführen und dafür Sorge tragen, dass der Defi von seinem permanenten Standort an der alten Schule herbeigeholt wird. Das war die zentrale Botschaft. Dabei darf man die Herzmassage nicht unterbrechen, auch nicht, wenn die Elektroden aufgeklebt werden. Dieser Fehler werde aus Unkenntnis häufig gemacht, betonte Ziegeler. Viele seien fälschlicherweise der Meinung, der Defi übernehme dann alles. Dabei sei er nur ein Hilfsmittel – aber ein gutes.

Bei der richtigen Anwendung mit den kontinuierlichen Wiederbelebungsmaßnahmen biete der Defi eine hervorragende Möglichkeit, bei akutem Herzversagen dem Patienten eine Überlebenschance einzuräumen, sagte Ziegeler. Es sei so wichtig, diese wenigen Handgriffe anzuwenden, bis der Rettungsdienst vor Ort ist.

Ziegeler freute sich über die große Resonanz der Waldauerbacher Bürger. Für die Teilnehmer gab es als Überraschung für ihren Einsatz frischen Erdbeerkuchen und Kaffee, gesponsert von der Bären-Apotheke Mudau.

Schwimmschule Grimm in SWR3-Sendung Schwimmschule in SWR3

(lm) Yvonne Grimm und ihr Team waren frustriert, weil ihre Schwimmschule coronabedingt seit einem Jahr nahezu komplett ausgebremst war und noch immer ist. Das engagierte Team benötigte dringend irgendeinen Lichtblick, und den erhoffte sich die Schwimmschulleiterin von SWR 3, denn der Sender hatte Selbständigen und Firmen, die durch die Pandemie betroffen sind, die Bewerbung um eine einstündige Musiksendung mit Infos über ihren Arbeitsalltag angeboten.

Ein Bewerbungsversuch kann ja nicht schaden, dachte sich Yvonne Grimm und wurde aktiv. Als zunächst keine Rückmeldung kam, war sie ein wenig enttäuscht, ließ sich aber nicht entmutigen und startete einen zweiten Anlauf, der dann überraschend schnell Resonanz und die Teilnahme bei „Pop up“ mit Bastian Müller brachte. Die Freude von Yvonne Grimm und ihrer Stellvertreterin Anna Hauk sowie den Schwimmhelferinnen Sophia Meixner und Julia Schaffer war schon mal noch größer als das Lampenfieber und schon bald erklangen nicht nur die von ihnen zusammengestellten Hits, die alle Mut machend, fetzig oder positiv waren wie „Sing“ (Ed Sheran), „Sowieso“ (Mark Forster), „I believe“ (Jonas Brothers), „Ein anderer Sommer“ (Silbermond) oder „1.000 gute Gründe“ (Adel Tawil).

Zwischen diesen Songs erzählten die beiden Damen der Schwimmschulleitung auch über die Angebote der Schwimmschule. Sie bieten im Lehrschwimmbecken Schloßau und im Frei- und Hallenbad des Campingplatzes Krumbach Kurse für Kinder ab drei Jahre an, beginnend mit Wassergewöhnung bis zur Begleitung im kompletten Schwimmlernprozess bis hin zu den begehrten Schwimmabzeichen. Darüber hinaus gibt es normalerweise auch Kurse für erwachsene Nichtschwimmer oder für bestimmte Schwimmtechniken.

Nach dem ersten Lockdown konnte man durch einen besonderen Deal – unzählige Stunden der beiden als Bademeister im Buchener Freibad – noch zwei zusätzliche Stunden pro Woche im Hallenbad der Stadt erhandeln. „Wirtschaftlich hat es uns nichts gebracht, aber wir waren froh um jede zusätzliche Möglichkeit, um die wichtigsten abgebrochenen Kurse vom Januar bestmöglich erfolgreich zu Ende bringen zu können. Da wir die Kinder nicht mehr berühren duften, galt es, die Kurse umzustrukturieren. Es konnten nur noch fünf statt zehn Kinder, dafür aber mit je einem Elternteil teilnehmen – was sich jedoch als positive Neuerung herausstellte, obwohl die komplette Organisation extrem zeitraubend und aufwändig war.

Die ständige Zusammenarbeit mit den Eltern der Kinder ist dem schwimmbegeisterten Team wichtig und wirkt sich sehr positiv auf den Unterricht aus. Vor allem Anna Hauk beschäftigte sich als begeisterte Wasserratte und ausgebildete Sport- und Gymnastiklehrerin mit dem Thema „Aufklärung zur Element Wasser“ und hat dafür eine Kinder-Buch-Reihe mit Alltags-Wasser-Geschichten gestartet, um Familien mit Fachwissen und Inspirationen ab der Badewannenzeit zu begleiten.

Das erste Buch unter dem Titel „Ab in die Badewanne“ ist bereits geschrieben. Ansonsten kann das Schwimmschul-Team seit dem zweiten Lockdown nur noch als Kummerkasten per E-Mail oder Telefon agieren. Doch das sei wichtig, denn sowohl Eltern als auch Kinder leiden sehr unter den geschlossenen Schwimmbädern und der großen Kontakteinschränkung. Wie sehr vor allem die Kleinen ihren Schwimmunterricht vermissen, zeigte sich dem Schwimmschul-Team in der unglaublichen Resonanz von Eltern und Kindern nach der Radiosendung.

Dabei kam heraus, dass diverse Kinder total begeistert in Badeanzug und mit Schwimmflossen vor dem Radiogerät ausgeharrt oder in dieser Bekleidung mit getanzt hatten. Diese Rückmeldungen lösten beim Schwimmbad-Team einen enormen Motivationsschub aus, waren sie doch Bestätigung für die gute Arbeit des sympathischen Teams. Dennoch sprachen Yvonne Grimm und Anna Hauk auch ihre Befürchtungen für die Zeit nach Corona aus, und die bestanden nicht nur aus den wahnsinnig langen Wartelisten, die sich für ihre Schule angehäuft hatten und wegen derer sich händeringend nach weiteren Mitarbeitern für die Zeit nach Corona suchen, sondern auch in der allgemeinen Bädersituation.

Diese war in Deutschland schon vor Corona bedenklich und nun sei zu befürchten, dass viele Städte und Kommunen in Anbetracht ihrer finanziellen Möglichkeiten auch nach Corona die Schwimmbadöffnungen nicht als Top-Thema behandeln werden, was jedoch nicht nur für die Betreiber der Bäder, sondern auch für Schwimmvereine, DLGR und Schwimmschulen ein überlebenswichtiges Thema sei. Doch vorerst schwebt das ganz Team noch im Glück über die Resonanz auf die SWR 3-Sendung.

Bild: Anna Hauk und Yvonne Grimm machen es sich in Liegestühlen des leeren Krumbacher Hallenbads bequem , um Kräfte für die Zeit nach dem Lockdown zu sammeln.

Liane Merkle in FN, 21.02.2021

Schwimmschule sitzt seit November auf dem Trockenen Schwimmschule Grimm

(tra) Seit Monaten kommen Kinder mit dem Element Wasser allenfalls in der heimischen Badewanne in Berührung: Aufgrund der seitens der Politik angeordneten Corona-Maßnahmen sind die Schwimmbäder nicht zugänglich und Schwimmunterricht ist nach wie vor untersagt. Somit sitzen auch Yvonne Grimm und Anna Hauk von der Schwimmschule Grimm seit November auf dem Trockenen. Im wörtlichen Sinne. "Wir versuchen, die gute Laune nicht zu verlieren. Auch wenn das nicht immer einfach ist", sagt Yvonne Grimm, die Leiterin der Schwimmschule. 

Normalerweise bringt sie gemeinsam mit ihrer Stellvertreterin Anna Hauk und zwei weiteren Kolleginnen Kindern ab drei Jahren – aber auch Erwachsenen – bei, sicher im Wasser unterwegs zu sein. Doch dann kam bekanntlich Corona. 

"Als im ersten Lockdown im Frühjahr 2020 bei uns alles auf Pause gesetzt wurde, haben wir die Zeit genutzt, um ein neues Unterrichtskonzept für die Zeit nach dem Lockdown zu entwickeln", berichtet Anna Hauk. "Und aus einer Notlösung ist wirklich etwas Tolles entstanden", ergänzt Yvonne Grimm. 

Das Team der Schwimmschule holte die Eltern der Kinder einfach mit ins Becken – während die Eltern mit ihren Kindern übten, leiteten die Schwimmlehrerinnen die Eltern-Kind-Teams "aus der Ferne" an und bleiben auf Abstand. "Wir waren letztlich selbst überrascht, dass das Konzept so gut  funktioniert hat", berichtet Yvonne Grimm. Auch bei den Eltern sei die neue Unterrichtsmethode sehr gut angekommen. "Der Großteil der Eltern wünscht sich, dass auch in Zukunft ein Elternteil aktiv am Schwimmunterricht teilnimmt", erzählt Anna Hauk vom rundum positiven Feedback der Eltern. "Die Kinder machten zudem deutlich schneller Fortschritte, da sie mit den Eltern vertraut sind und sich nicht erst auf eine Schwimmlehrerin einstellen müssen", ergänzt sie. Positiv sei auch, dass die Eltern gleich mitgeschult würden. 

Obwohl nach dem ersten Lockdown in der Schwimmschule kein Normalbetrieb möglich war – nur Schwimmanfänger wurden unterrichtet, Schwimmabzeichen waren keine möglich – lief es in der Schwimmschule somit dennoch gut. 

"Dann kam der zweite Lockdown, und unsere Pläne waren alle dahin", sagt Anna Hauk. Aufgrund des seit Monaten andauernden Schwimmunterrichtsverbots werden nicht nur die Wartelisten für den Schwimmunterricht länger, sondern die Schwimmlehrerinnen machen sich auch Sorgen um die Zukunft der Bäder sowie um die Schwimmfähigkeit der Kinder generell. "Wir können absolut nicht planen", unterstreichen Yvonne Grimm und Anna Hauk. "Wann öffnen die Bäder? Und unter welchen Bedingungen? Die Politik sollte hier endlich eine Perspektive entwickeln", sind sich die Schwimmlehrerinnen einig. Zudem sei diese Perspektive auch für die Badbetreiber enorm wichtig. Die Betreiber bräuchten Vorlaufzeit, da man ein Schwimmbad nicht von heute auf morgen öffnen könne. 

Sie fragen sich auch, ob nach der Krise überhaupt noch alle Bäder öffnen werden. "Die Situation der Bäder war in Deutschland schon vor der Pandemie schlecht, vielen Kommunen werden die Bäder zu teuer, und es werden immer mehr Schwimmbäder geschlossen. Rund 25 Prozent der Grundschüler haben gar keinen Zugang mehr zu Bädern", kritisiert Yvonne Grimm. "Es wird oft übersehen, dass es im Kern darum geht, Kinder vor dem Ertrinkungstod zu schützen", betont Anna Hauk. Besonders fatal sei auch, so die Schwimmlehrerinnen, dass auch an den Grundschulen immer weniger Schwimmunterricht angeboten würde – und an manchen Schulen dürften nur die Kinder teilnehmen, die bereits ihr "Seepferdchen" bestanden haben. Kinder ohne "Seepferdchen" müssten zuschauen. "Das Kultusministerium sollte dem Schwimmunterricht somit Priorität einräumen", fordert Anna Hauk. "Es gibt auch immer mehr Eltern, denen das Schwimmen fremd geworden ist", fügt sie hinzu. Und somit nutzt sie den zweiten Lockdown, um Eltern das Schwimmen in Buchform näherzubringen. In ihrem Manuskript befasst sie sich mit den Themen Schwimmen, Wassergewöhnung und klärt über Gefahren auf, die mit dem Wasser verbunden sind. Aktuell führt Anna Hauk Gespräche mit Verlagen und hofft, dass ihr Buch bald zu haben sein wird. Vor allem wünscht sie sich jedoch, und da spricht sie Yvonne Grimm aus der Seele, dass den Schwimmschulen und Bädern seitens der Politik endlich eine Perspektive geboten wird. 

Quelle: RNZ, 04.03.2021

Mehr als 35 Jahre Arzt in Schloßau

(lm) Nachdem Dr. Wilfried Gembe 36 Jahre lang rund um die Uhr als praktischer Arzt in der Odenwaldgemeinde präsent war und sogar den Ur-Schloßauer Dialekt versteht, sieht er sich humorvoll nicht zu Unrecht als „leicht angeschimmeltes Schloßauer Urgestein“. Aber er ist auch Realist nach dem Motto „alles im Leben hat seine Zeit“. Und nicht nur seine akute Schwerhörigkeit, sondern eben auch die Schnelllebigkeit im medizinischen Behandlungsbereich haben den 73jährigen in seiner Entscheidung bestärkt, die Praxis zum Ende des Jahres zu schließen, und das Anwesen mangels interessiertem Nachfolger zu verkaufen, um im April zusammen mit seiner Frau zur Tochter nach Ostfriesland umsiedeln zu können. Dass er in Schloßau gelandet ist war, hatte zwei Hauptgründe. Der erste geht auf das Jahr 1958 zurück, als er als Bub in den Ferien zusammen mit seinem Bruder, der einen Lebensmittelgroßhandel in Heidelberg betrieb in den Odenwald fuhr, um die Kleinstgeschäfte wie z.B. die Grimms Lisl in Mudau, die Noe Hermine in Mörschenhardt und die Benigs Ella in Schloßau zu beliefern. Die Gegend und der Menschenschlag lagen ihm und als dann seine Ehefrau, die aus der Eberbacher Region stammt, nichts gegen diesen Mudauer Ortsteil einzuwenden hatte, eröffnete er seine Praxis zunächst im Hause Brech in der Schloßauer Ringstrasse 21, bevor sein eigenes Haus mit der „schnuckeligen“ Praxis in der Ringstrasse 27 1991 zum Einzug fertig war. Und zwar, obwohl ihm mehr als nur ein Stein durch die Kassenärztliche Vereinigung immer wieder in den Weg gelegt wurde. Die Leidenschaft für die Berufung als Arzt war ihm wohl wichtiger als betriebswirtschaftliche Höchstleistungen. Allerdings zeigte er sich auch überzeugt, dass er diese lange Zeit in Schloßau nicht geschafft hätte, wenn ihm seine Praxisleiterin, die medizinische Fachangestellte Silke Achtstätter, nicht so lange absolut zuverlässig und kompromisslos kompetent die Treue gehalten und sich unübertrefflich auch um die Bürokratie gekümmert hätte. Wie Ulrich Benig in Vertretung von Ortsvorsteherin Tanja Schneider betonte, habe man zwar Verständnis für die Entscheidung des Doktors, werde ihn aber schmerzlich vermissen. „Du warst immer – nicht nur zu den Sprechstundenzeiten - für deine Patienten kompetent und auf hohem medizinischen Niveau da, sondern wenn notwendig auch Samstag und Sonntag. Auch deine Bereitschaft zu Hausbesuchen war für unsere Bevölkerung ein glücklicher Umstand.“ Vor allem der FC Schloßau und Sportvereine in der Umgebung hätten von Dr. Wilfried Gembe profitiert, zum einen aufgrund seiner fundierten sportmedizinischen Kenntnisse, aber auch wegen seiner aktiven Fußball-Leidenschaft und seiner Bereitschaft, 1992 bis 1996 als 1. Vorsitzender des FCS zu fungieren. Als kleines Dankeschön der Schloßauer Ortschaftsverwaltung überreichte Ulrich Benig dem beliebten Hausarzt mit Hang zum Naschen zum Abschied eine von Revierleiter Michael Schwarz handgeschnitzte Schale vollgefüllt mit Schloßauer Münkel-Weihnachtsgebäck und ein Präsent an Silke Achtstätter als treue und unverzichtbare Seele der Praxis.

Quelle: mudau.de, 30.12.2020

Lebendiger Adventskalender

Besondere Situationen erfordern außergewöhnliche Maßnahmen!

Das dachte sich auch das Team der Seelsorgeeinheit Mudau um Alexandra Blaschek und rief die Bevölkerung auf, in der Adventszeit einen lebendigen Adventskalender in die Fenster der Häuser zu zaubern. „Lassen Sie sich durch einen Impuls bereichern und für einen Moment die Hektik des Alltags vergessen“, war der Slogan der Einladung. Jeden Tag in einer anderen Straße, in einem anderen Dorf der Seelsorgeeinheit Mudau, das war das Ziel.

Zum Start am 1. Dezember waren dann auch nahezu alle Dezembertage belegt. So zeigte sich einmal mehr, was Ideenreichtum, kombiniert mit gestalterischem Talent und Improvisation vor Ort, alles möglich macht. Schließlich wurde jedes Fenster oder besser jedes teilnehmende Haus an den Abenden zwischen 18 und 20 Uhr zum Hingucker und die Bewohner konnten sich über vorbeiflanierende Besucher freuen, die kurz innehalten und das Fenster betrachten und einen Impuls mitnehmen konnten - unter Einhaltung der Corona-Auflagen. Bleibt zu hoffen, dass die Veranstaltung im nächsten Jahr unter einfacheren Bedingungen wiederholt wird.

lebendiger Advent 1

lebendiger Advent 2

Die Bilder zeigen stellvertretend für alle Teilnehmer zwei „Fenster“ in Schloßau, links bei Diana und Werner Balles, rechts bei Karin und Klaus Scholl.

 

Kreative Firmlinge gestalten Mosaikkreuz

(lm) Im Rahmen der Firmvorbereitung 2020 setzten die Seelsorgeeinheiten Buchen und Mudau auf Teamarbeit und boten gemeinsam Projekte an. Eines dieser Projekte war das Gestalten eines Kreuzes mit Mosaik durch die Firmanden und die Vorbereitungen dazu startete bereits im Herbst 2019 mit dem Betonieren des Rohkörpers, der dann von den Firmanden später gestaltet werden durch ein Mosaik, bei dem Glasscherben und Bruchfliesen quasi upgecycelt wurden. Ursprünglich hatten sich für das Projekt Bewerber aus Buchen, Steinbach, Mudau und Schloßau angemeldet, doch dann wurden Corona bedingt alle Projekte jäh gestoppt. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben, und so waren die umfangreichen Vorarbeiten nicht umsonst, als Gemeindereferentin Alexandra Blaschek am 22. Juni informierte, dass unter Beachtung der nötigen Vorsichtsmaßnahmen die Firm-Projekte stattfinden können. Die Bewerber wurden in zwei Gruppen eingeteilt, die sich jeweils an einem Samstag fünf Stunden an die Arbeit machten, und alle waren sie mit Eifer und Geduld dabei, um unter Anleitung von Kursleiter Dieter Müller zunächst das Thema Kreuz mit seinen vielen Facetten und Hintergründen zu besprechen und danach die Flächen des Kreuzes mit Mosaik zu belegen. Dieter Müller war begeistert von beiden Teams, denn die Jugendlichen waren so sehr in die Arbeit vertieft, dass sie das Außenherum nicht mehr wahrnahmen. „Es war eine geschäftige Ruhe“. Dem kreativen Teil folgte nach dem gemeinsamen Aufräumen der kulinarische in Form eines Barbeques mit Nachbesprechung. Fazit: Sowohl beim Kursleiter als auch bei den Firmanden hat das gemeinsame Arbeiten einen positiven Eindruck hinterlassen.

Quelle: mudau.de, 06.08.2020

Trainieren und Gutes tun

Triathlet Christian Trunk und sein Bruder Andre als Fahrradkuriere in sechs Pflegeheimen

(mami) Aufgrund der Coronakrise steht die komplette Sportwelt still. Das große Thema ist für die meisten der Profifußball und die Frage, ob die Bundesliga noch dieses Jahr unter Ausschluss der Zuschauer fortgesetzt wird. Daneben leiden aber auch alle anderen Sportarten und Sportler unter der Stillstand-Situation. So auch der aus Schloßau stammende Triathlet Christian Trunk. "Ich denke nicht, dass dieses Jahr noch irgendetwas in meinem Sport stattfinden wird", sagt er. Letztes Jahr wurde er noch Siebter bei der Weltmeisterschaft in Nizza und wollte in diesem Jahr erneut angreifen – bevor ihm Corona, wie allen anderen auch, einen Strich durch die Rechnung machte.

Der Lehramtsstudent befand sich Ende März noch im Trainingslager in Spanien und fühlte sich top vorbereitet für die Saison. "Kurz danach kam der Lockdown", hadert er. Die größte Problematik sieht er darin, "dass ich als Triathlet eher kurzfristige Ziele habe, weil ich mich immer gezielt auf den nächsten Wettkampf vorbereite. Da aber vermutlich dieses Jahr nichts mehr stattfinden wird, gilt meine Vorbereitung jetzt schon dem nächsten Jahr, was für mich gefühlt noch ewig ist."

Sein Bruder André ergänzt, dass Christian nach dem Lockdown "in ein kleines Loch" gefallen sei, bei dem er das Rad auch schon mal gegen Chips getauscht habe. Doch dieses Loch hielt nicht lange an, denn kurz darauf habe Christian ihn angerufen und ihm von einer neuen Idee erzählt.

"Ich war ein paar Kilometer auf dem Fahrrad unterwegs und kam dabei an einem Pflegeheim vorbei an dem Dankes-Plakate für die Pflegerinnen und Pfleger hingen", erklärt Christian. Die besten Ideen habe er immer auf dem Rad, weil er da den Kopf komplett frei bekomme und so entstand auch der Plan, dass auch er etwas Gutes tun wollte. André erzählt: "Er hat mich angerufen und gefragt, was ich davon halte, wenn wir seine Sponsoren und noch ein paar andere Firmen anfragen, ob sie kleine Geschenke spenden würden, die er dann an Pflegeheime in der Region verteilt, um den Pflegekräften eine kleine Freude zu machen, aber auch um ihnen auf diese Weise für ihre Arbeit zu danken." Daraufhin klemmte er sich direkt ans Telefon und machte sich daran, den Sponsoren von ihrer Idee zu erzählen.

Natürlich wollten sich die beiden nicht einfach ins Auto setzen und durch die Gegend fahren. Christians Idee war die ganze Strecke, wie es sich für einen Spitzensportler gehört, mit dem Fahrrad zurücklegen – eine Art Fahrradkurier also. "Ich wollte zusätzlich noch das gute Wetter ausnutzen und konnte auch noch mein Training damit verbinden, etwas Gutes zu tun", erklärt er.

Auch die Sponsoren waren begeistert von der Idee der Brüder und deshalb gingen sie letzte Woche am Mittwoch mit 500 Packungen Müsli, 600 Packungen Gummibärchen, 20 Kisten alkoholfreiem Bier und vielem mehr auf ihre Tour. "Die Sponsoren haben echt nicht gegeizt. Wir hatten Geschenke im Wert von knapp 10.000 Euro dabei", freuten sie sich.

Los ging es in Buchen, von wo aus das erste Ziel das Pflegeheim in Waldhausen war. "Dazu haben wir eine persönliche Beziehung, weil unser Opa vor einiger Zeit in diesem Pflegeheim war." Danach ging es weiter nach Mudau und nach Steinbach, bevor in Buchen das Begleitfahrzeug wieder mit Geschenken aufgefüllt werden musste. Nächster Halt war das Pflegeheim in Amorbach von wo aus noch die Pflegeheime in Walldürn und zum Schluss in Hardheim angesteuert wurden. Insgesamt legten die Brüder an diesem Tag knapp 95 Kilometer zurück und besuchten sechs Pflegeeinrichtungen. Aber am wichtigsten für die beiden: "Wir rechnen mit knapp 400 Pflegerinnen und Pflegern, denen wir mit unserer Aktion hoffentlich eine kleine Freude und ein Lächeln aufs Gesicht zaubern konnten."

Christian Trunk (2.v.r.) und sein Bruder Andre (r.) sammelten Spenden für das Pflegepersonal in sechs Heimen und betätigten sich dabei als Fahrradkuriere. Foto: mami

Quelle: RNZ, 29.04.2020